Startseite Nazis raus aus unserer Stadt Newsticker  Ansprachen der Neonazis "verpufften" - die Bevölkerung blieb völlig cool   Naja, "Deutschland erwache" sieht anders aus. Als die knapp 50 bis 60 Neoazis am Sonnabend, 15. Mai 2010, in den Delmenhorster Innenstadt eine "Kundgebung" abhielten, sahen sie sich mit einer Vielzahl von Auflagen konfrontiert - der spärliche Haufen von Faschisten kam über den kleinen Platz am Busbahnhof hinter dem Rarhaus erst gar nicht hinaus. Stadtverwaltung und OB hatten in letzter Sekunde top reagiert und die "Kundgebung" verboten - Hut ab dafür nachträglich. Das Verbot war übrigens ganz im Sinne der Bevölkerung, wie eine Blitzumfrage des Bündnisses "Nazis raus ..." ergab, auch wenn das Verwaltungsgericht Oldenburg das Verbot erwartungsgemäß wieder aufhob (s. Flugblatt "Justiz läßt Nazis aufmarschieren"). Eingezwängt zwischen Mammomobil  und Polizeiabsperrungen war von den gegrölten Reden kaum was zu verstehen - das Problem der Nachkriegs-Nazis ist seit jeher ihre schlechte Aussprache, weil alle krampfhaft versuchen, auf Klein-Hitler zu machen. Mit der Delmenhorster Bevölkerung kamen die selbsternannten Gröfaze dank der Absperrungen der Polizei ohnehin nicht in Berührung - Antifa und andere Bürgerinnen und Bürger störten den Auftritt der Schwarzhemden (orginal zu beziehen bei "Specht Heinar.de") lautstark mit dem Ruf "Nazis raus". Schon Tage vorher hatte eine Handvoll Antifas aus der Delmenhorster Nachbarstadt Syke vor den Umtrieben der Nazis mit dem Verteilen von Bonbons gewarnt, "eine gelungene Aktion", wie sie hinterher feststellten. "Die Menschen, die wir ansprachen, waren sehr aufgeschlossen". Ein Zeichen, dass die Bevölkerung für das Thema Nazis und Faschismus sensibilisiert sind, sagten sie. Höchst erfolgreich auch die Bilanz der beiden Infostände von DGB (Bahnhofstrasse) und Bündnis "Nazis raus aus unserer Stadt"(gegenüber dem Rathaus) während der "Kundgebung" - als konkrete Maßnahme der Besetzung von Plätzen in der Innenstadt. Am Schweinemarkt fand eine erfolgreich Gegenkundgebung von "solid", der Jugendorganisation der Linkspartei statt. An den beiden Infoständen erschien unvermittelt der Schauspieler Günther Kaufmann, der sich an diesem Sonnabend zu Besuch in Delmenhorst aufhielt und der sich mit den Gegnern der brüllenden Nazihorde per Unterschrift solidarisch erklärte. Bilanz des Vormittags: Die Ansprachen "verpufften", die Bevölkerung blieb völlig cool. Kein Wunder: wer den Kampf um´s Hotel in 2006 und 2007 miterlebt und für den Hotelankauf gespendet hat, den treibt so viel importierte Mittelmäßgkeit nicht um.                                                                                                                    pv/Fotos: Bündnis  Delmenhorst: Kein Fußbreit den Faschisten! Die 2006 eingerichtete Webseite der Initiative „Keine Nazischule in Delmenhorst“ wurde vor einigen Wochen abgeschaltet, weil sie ihre Funktion verloren hatte. Das „Hotel am Stadtpark“, das der inzwischen verstorbene Hamburger Rechtsanwalt und Nazi-Funktionär Jürgen Rieger kaufen und dort mutmaßlich eine Kaderschmiede für den faschistischen Nachwuchs einrichten wollte, existiert nicht mehr. Die Aktiven der damaligen Initiative haben seither unter dem Dach des DGB-Forum gegen Rechts mitgearbeitet – die Initiative selbst hatte sich jedoch zeitlich und inhaltlich überholt. Einige Mitstreiter von damals haben sich jetzt zusammengetan, um eine neue, ebenfalls parteipolitisch unabhängige Initiative zu gründen – und um eine Webseite einzurichten, auf der künftig aktuelle Entwicklungen der Neonazi-Szene in Delmenhorst und überregional erscheinen, auf der Termine, geplante Aktivitäten usw. angekündigt werden. Eine Vielzahl von LINKS werden zur Zeit noch vorbereitet. Denn noch viel zu wenig wird von den Mobilisierungs- und Aufklärungsmöglichkeiten des Internet in diesem Bereich Gebrauch gemacht. Der Grund für diese neuerliche außerparlamentarische Aktivität ist naheliegend: Die Nazis breiten sich in Delmenhorst weiter aus. Mit Hauswurfsendungen, Störung von Gedenkfeiern, mit brutalen Überfällen auf junge Heranwachsende der Antifa – sie nehmen vorsätzlich schwerste Verletzungen in Kauf. Diese Vorfälle dringen in ihrem tatsächlichen Ausmaß oft nicht an die Öffentlichkeit. Hinter den Angriffen der Nazis steht in Delmenhorst die empfindliche Schlappe, die sie 2006 und 2007 mit dem Hotel einstecken mussten. Damals war die ganze Stadt gegen die braune Flut aufgestanden. Die Verantwortlichen von „Nazis raus aus unserer Stadt“ und von dieser Webseite betonen ausdrücklich, dass sie nicht mit dem DGB-Forum gegen Rechts konkurrieren – im Gegenteil. Die Verantwortlichen des DGB wurden rechtszeitig über das Entstehen der neuen Initiative informiert, eine enge Kooperation wurde vereinbart – von Fall zu Fall und bei größeren Aktionen begibt sich die neue Bürgerbewegung erneut unter das Dach des DGB. Die Initiative „Nazis raus aus unserer Stadt“ strebt vor allem die Mobilisierung neuer Bevölkerungskreise gegen Rechts an, auch im Hinblick auf die Kommunalwahlen im Jahr 2011. Hier rechnen wir mit noch größeren Aktivitäten der Nazis, die ins kommunale Parlament drängen. Die vielen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die 2006 und 2007 gegen die Nazis aufgestanden sind, sie sind aufgefordert, in ihrem Widerstand gegen die braune Flut nicht nachzulassen. Auch wenn es einige Delmenhorster nicht wahrhaben wollen: Die Gefahr von Rechts ist weiterhin vorhanden. Die NPD und ihre diversen Unterorganisationen verstehen sich als Nachfolgeorganisationen der weltweit als verbrecherisch geächteten NSDAP, die für die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte verantwortlich ist. In Deutschland gehen auf das Konto der NPD-Anhänger seit 1990 über 140 Morde. Für Delmenhorst haben NPD und Junge Nationaldemokraten angekündigt, dass sie sich „die Stadt zurück holen“ wollen.     Sie hat ihnen nie gehört!
Onlineunterstützung hier. Unterschriftenlisten hier herunterladen und an das Postfach 1241 27732 Delmenhorst senden
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Bildung eines breiten Bündnisses gegen Rechtsextremismus in Delmenhorst ORTSTERMIN Am Freitag, 25. Juni 2010, fand in der Strasse An der Riede ein Ortstermin statt.Dabei wurden Zeugen/Anwohner des Vorfalls vom 3. Juni 2010 befragt. An dem Ortstermin nahmen Mitglieder des DGB- Forum gegen Rechts, der Gruppierung „Eltern gegen Rechts“ und des Bündnisses „Nazis raus aus unserer Stadt“ sowie mehrere Angehörige der Antifa teil. 1. Zeuge (Name ist bekannt): „Ich habe bei der Polizei eine Zeugenaussage gemacht und darin geschildert, was ich gesehen habe. Ich finde es ärgerlich, wenn Menschen nur rumstehen und nichts unternehmen. Wenn ich schon sehe, dass alle ein Handy haben und keiner ruft an. Da breche ich mir doch keinen Zacken aus der Krone, eben mal den Notruf zu wählen“. Auf Nachfrage: „Ich habe bei der Polizei angerufen, nachdem ich gesehen habe, dass mehrere Jugendliche mit Dachlatten auf eine andere Gruppe losgegangen sind“. 2. Zeugin (Name ist bekannt): „Ich selbst war nicht Zeugin des Geschehens, weil wir gerade im Urlaub waren aber meine Tochter hat den Vorfall erlebt. Sie ist während des Geschehens vor unserem Haus eingetroffen und hat mir erzählt, dass Jugendliche von einer Gruppe überfallen wurden. Als wir zurckgekommen sind lagen vor unserer Einfahrt jede Menge Glasscherben“. 3. Zeugin (Name ist bekannt): „Das ist ja beängstigend. Ich habe den Tumult gehört, bin dann aber nach oben zu meinen Kindern gegangen, Das Ganze war auch Thema hier in der Strasse, weil in unseren Briefkästen ein Zettel lag, in dem sich die jungen Leute bedankt haben. Das war sehr hilfreich. Wenn ich mehr gesehen hätte, dann hätte ich mich auch gemeldet“. Zur Erkälrung: Die Gruppe der Antifa hatte nach dem Überfall im Umfeld der Strasse An der Riede Flugblätter mit einem Dankschreiben an die Anwohner verfasst, u.a. für das Rufen der Polizei, das Notieren der Pkw-Nummernschilder und für das Angebot an Erster Hilfe.
Das Bündnis „Nazis raus aus Delmenhorst“ hat im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 2. Juli 2010 zwei wichtige Informationen mitgeteilt. 1. Das Bündnis hat ein ständiges Bürgerkomitee gegründet, das mit etwa 8 bis 10 Personen besetzt sein wird. Dieses Komitee, das den Charakter eines Untersuchungsausschusses hat, tritt jedes Mal in Aktion, wenn Übergriffe und Gewalttaten von Neonazis stattgefunden haben. Die Berichte des Komitees werden anschließend veröffentlicht. Über die personelle Besetzung des Komitees wird in den nächsten 2 bis 3 Wochen entschieden. 2. Die von einzelnen Mitgliedern der Antifa im Anschluss an einen Neonazi-Überfall vom 3. Juni in der Strasse an der Riede erstatteten Strafanzeigen werden von vorerst ca. 30 Delmenhorster Bürgerinnen und Bürgern per Unterschrift nachdrücklich untersttzt. Die Namen der bisherigen und künftigen Unterstützer werden nicht öffentlich gemacht, um den Neonazis keine Gelegenheit zu individuellen Terroraktionen zu geben. Die Unterschriftensammlung wird kontinuierlich fortgesetzt, u.a. an Infostnden des Bündnisses, und zwar mit Unterstützung des DGB-Forum gegen Rechts. Nachfolgend die Unterlagen, die während der Pressekonferenz verteilt wurden: Das Bündnis "Nazis raus aus unserer Stadt" lädt zu einer Pressekonferenz ein Bürger stellen sich hinter die Strafanzeige gegen Nazis